Restaurationsprojekt "Zebra-Do27" D-ENTE

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Seit 18. September 2004 steht eine Do 27 in den Farben der Do 27-B2 D-ENTE, die Michael Grzimeks Firma, der Okapia KG gehörte. Im Sommer 2001 erhielten wir eine Anfrage von Dr. Markus Borner (Nachfolger Prof. Bernhard Grzimeks in Ostafrika) von der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt (www.ZGF.de), ob es möglich sei, eine Do 27 originalgetreu nach dem Vorbild der legendären D-ENTE wieder zu restaurieren und als Teil eines Camps, welches dem der Grzimeks in der Serengeti nachempfunden sein sollte im Frankfurter Zoo auszustellen. Dieses Camp ist als Würdigung der ZGF und des Frankfurter Zoos für Michael und Bernhard Grzimek gedacht, deren Arbeiten in Ostafrika unschätzbaren Wert für den heutigen Naturschutz darstellen.

Das Flugzeug, das wir für das Projekt bekommen haben, wurde uns am 2. Oktober 2001 freundlicherweise von der Firma Fairchild-Dornier (heute nach Insolvenz "Avcraft" bzw. "RUAG AG") zur Verfügung gestellt. Es handelt sich dabei um eine Do 27-B1, sie hat die Werknummer 299 und trug das Kennzeichen "D-EMMA", welches von Dornier auflackiert wurde, allerdings nie offiziell der Maschine vom LBA zugeteilt wurde. Das letzte zivile Kennzeichen war D-EDFB.

Lebenslauf der D-EDFB: Am 28.7.58 bei der Bundeswehr (Heeresfliegertransportstaffel 827 in Niedermendig) in Dienst gestellt. Kennzeichen PL+406, wurde weiterhin von Dornier für Demonstrationszwecke betrieben. Am 26.8.58 wurde das Kennzeichen D-EKAP vorgemerkt. Am 8.1.60 ging das Flugzeuge an die Heerefliegerstaffel (L) 51 nach Bückeburg und erhielt am 15.3.1960 das Kennzeichen PQ+111. Am 1.4.66 wurde die Einheit in Heeresflieger Verbindungsstaffel 700 umbenannt und am 28.4.67 das Kennzeichen QA+105 zugewiesen. Im Rahmen der Neukennzeichnung der Bundeswehrflugzeuge wurde am 13.11.67 das Kennezichen 56+27 zugeteilt. Am 19.3.70 wurde die Do 27 aus dem Militärdienst entlassen und am 1.12.1970 an H. Fricke verkauft undas Kennezichen.D-EDFB vorgemerkt. Die Maschine war auf dem Flugplatz Warneckenfeld/Uslar stationiert, bis sie im Mai 1972 an F.J.Micus aus Paderborn-Ahden verkauft wurde. Später ging sie an die Fallschirmsportgruppe Heeresflugplatz Mendig. Dort wurde sie bis 1983 als Absetzflugzeug eingesetzt, beschädigt und nicht mehr repariert. Ende der achtziger Jahre wurde sie von der Firma Dornier/Oberpfaffenhofen zurückgekauft, um als Ausstellungsstück zu dienen. Sie wurde dann blau/weiß lackiert und erhielt das Kennzeichen "D-EMMA". Von mindestens 2 weiteren Do 27, die auf die selbe Art und Weise zu Dornier kamen, sind die Kennezeichen "D-EMMU" und "D-EMMI" bekannt. Seit 18.9.2004 steht die Werknummer 299 nun als als "D-ENTE" im Frankfurter Zoo.

Die Do 27 wurde von 2001 bis 2004 in Mannheim restauriert, um dann später im Frankfurter Zoo ausgestellt zu werden. Nachfolgend einige Fotos von den Restaurierungsarbeiten. Als besonders hartnäckig erwiesen sich die 4 Lackschichten, die zuerst abgebeizt werden mußten und die zusammen mit den Abklebearbeiten den gößten Arbeitsaufwand darstellten.

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